Abgehängt, chancenlos, unwillig?: Eine empirische by Gunilla Fincke PDF

By Gunilla Fincke

ISBN-10: 3531164996

ISBN-13: 9783531164991

Die zweite iteration wird abgehangt. [. . . ] Die zweite iteration kann deutlich schlechter lesen und rechnen als die erste new release. " (Spiegel on-line, 15. 05. 2006) Organisierte Verweigerung. Viele Muslime lehnen Bemuhungen um Integration ab - Gefahr einer islamischen Parallelgesellschaft" (Suddeutsche Zeitung, thirteen. eleven. 2004, S. 2) Scheitern MigrantInnen der zweiten iteration? Sind sie abgehangt, chancenlos und (integrations-) unwillig - wie obige Zitate nahelegen? Wissenschaftliche und journalistische Berichte nennen erschreckende Zahlen: So liegt die Quote der auslandischen Jugendlichen, die die Schule nicht beenden, mit 13,6% mehr als doppelt so hoch wie die deutscher Jugendlicher ohne Migrationshintergrund (5,4%) (Bildungsberichterstattung 2008: 274). In Bezug auf Arbeitslosigkeit sind die Verhaltnisse ahnlich. In Berlin betragt beispielsweise die Arbeitslosigkeit bei Deutschen ohne Migrationshintergrund 16,5%, bei auslandischen Staatsb- gerInnen jedoch 35%, in einigen Stadtvierteln sogar weit uber 40%. (Hillmann 2006). eighty one% der auslandischen Arbeitslosen haben keine Berufsausbildung, fifty four% verfugen uber keinerlei Schulabschluss (Bundesagentur 2005). Treffen diese alarmierenden Zahlen auch fur die zweite iteration von MigrantInnen zu? Seit der Veroffentlichung der Ergebnisse der PISA-Untersuchung (Programme for foreign pupil evaluation) wird die those vom Niedergang' der zweiten new release vertreten, d. h. die Annahme, dass die zweite Migrantengeneration schlechtere Bildungsabschlusse und einen prekareren prestige auf dem Arbei- markt aufweist als die erste.

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Eine solche Sichtweise schreibt die Verantwortung für Integrationsprozesse vorwiegend den MigrantInnen zu und vernachlässigt die Bedeutung einer diskriminierungsfreien Umwelt. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, wie Esser die Rolle des globalen Kapitalismus einschätzt: Lokale oder transnationale Segmentation wird durch Kapitalismus zwangsläufig überwunden (Esser 2003: 32). ‚Ethnische‘ Stratifizierung widerspreche dem kapitalistischen System. Damit lehnt Esser sich an neoliberale Theorien der Wertschöpfung an (Friedmann 1962) und ignoriert die sozioökonomische Sinnhaftigkeit verfestigter globaler und nationaler Macht- und Hierarchieverhältnisse zur Unterstützung kapitalistischer Strukturen.

1999: 219). Die selbe Unterscheidung in engen und breiten Transnationalismus wird auch von Itzigsohn vorgenommen: „Transnationalism in a ‚narrow‘ sense refers to those people involved in economic, political, social or cultural practices that involve a regular movement within the geographic transnational field, a high level of institutionalization, or constant personal involvement. ” (Itzigsohn, et al. a. zu einem gesicherten sozioökonomischen Status führen können (Portes 1999: 469; Portes, et al.

B. B. Castro Varela 2007; Klinger 2003; Knapp/Wetterer 2003. B. suggeriert, wenn Rechtsextremismus in Ostdeutschland als Problem gewaltbereiter Jugendlicher marginalisierter sozialer Schichten erklärt wird. Es soll zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich vielmehr um Einstellungen und Verhaltensweisen handelt, die sich aus gesellschaftlichen Machtverhältnissen ergeben. Diese Konzeptionalisierung verdeutlicht die Formulierung von Fanon: „une société est raciste ou ne l‘est pas“ (Fanon 1969: 69).

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by Jason
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